Wie alles begann

Elisabeth Mwaka, geb. Schulze aus Wierstorf bei Hankensbüttel in der südlichen Lüneburger Heide, ging 1991 zunächst für ein Jahr nach Uganda, „um die Welt zu sehen“. Sie arbeitete dort in einem Waisenkinderheim mit. Hier wurde sie auch auf die medizinische Not der Menschen aufmerksam. Ihre Berichte nach Deutschland lösten eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. So konnte zwei Jahre später zusammen mit der Chrisco Kirchengemeinde in Mbale das dortige Chrisco-Hospital gegründet werden. Fast gleichzeitig, 1993,  gründete sich der „Mbale Chrisco-Hospital Freundeskreis“ in Wierstorf  durch Elisabeths Vater, Heinrich Schulze. Elisabeth heiratete 1995 den einheimischen Erasmus Mwaka, der in der Chrisco-Kirche als Evangelist tätig war. Erasmus unterstützt seine Frau bis heute in der Arbeit mit seinem Verhandlungsgeschick, Autofahrkünsten und dem guten Ansehen, das er in der Bevölkerung genießt.

Als 1997 das Hospitalgebäude ganz überraschend von den ugandischen Eigentümern zurückgefordert wurde, konzentrierte Elisabeth Mwaka sich auf  Butiru.

 

 

Der Ort Butiru liegt ca. 40 km von Mbale und etwa 15 km von der kenianischen Grenze entfernt. In dem Einzugsgebiet, wie bei  uns etwa der Landkreis, leben ca. 250.000 Menschen. Hier war man in der Lage, ein größeres Grundstück zu erwerben, auf dem das Chrisco-Hospital errichtet wurde.

1996 gründete sich ein weiterer Förderverein im St. Marien Hospital Buer, der die Organisation des Aufbaus und die Aus-stattung  professionell  und finanziell unter-stützte.

Im Jahr 2000 wurde das Hospital fertig gestellt und in Betrieb genommen.

Nun schaute sich Elisabeth um und stellte fest: Es fehlen Schulen. Junge Männer und Frauen haben keine Einkünfte weil sie keinen Beruf ausüben, also folgte der Bau einer Berufsschule. Wenn man keine Schule für die eigenen Kinder hat, gründet man eine. So kam es nach und nach zu einer Vorschule, einer Grundschule und einer Sekundarschule. Die Nachfrage war sehr groß, so dass auch in der näheren und weiteren Umgebung mehr Schulen gebaut wurden und werden. Neben vielen Spenden, die über den Freundeskreis in Hankensbüttel liefen, hat die Stiftung „Kinder in Afrika““  (http://www.kinder-in-afrika.de/)  mit Sitz in Hamburg viele Bauten der Butiru Schule und alle auswärtigen Schulen ermöglicht. Inzwischen wird das Hospital in ugandischer Regie geführt, so dass Elisabeth sich ganz der Schule und den weiteren Projekten, von denen noch die Rede sein wird, widmen kann. Für alle Menschen in der Umgebung Butirus sind diese Projekte sehr wichtig und tragen erheblich zur Verbesserung der Lebenssituation bei.

Zusammen mit ihrem Mann Erasmus, den eigenen Kindern Joel, Hannah, Christine und Ruth, sowie zahlreichen weiteren großen und kleinen Gästen, die für kurze oder auch längere Zeit bei ihr wohnen, hat sie ihr Glück in einer großen Familie gefunden.    

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