Das Butiru Chrisco Hospital

Neben dem Betrieb der Schulen, der gerade begonnenen Lehrerausbildung und weiteren Angeboten wie Microfinance, Sparkasse, Bauerngenossenschaft etc. gehört die Führung und Weiterentwicklung des Chrisco Hospitals zu den Kernaufgaben der von Elisabeth Mwaka und ihrem Team gemanagten Aktivitäten in Butiru.

Das Butiru Chrisco Hospital

Heute ist das Chrisco Hospital eine bedeutende Institution der Gesundheitsvorsorge, der systematischen Behandlung diverser Krankheiten und der Notfallmedizin im ländlichen Raum des Manafwa Districts.

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Das Krankenhaus wurde im Jahr 2000 gegründet. Es umfasst 50 Betten, die mehr oder weniger regelmäßig belegt sind. In der Regenzeit, wenn das Malariarisiko steigt, kommt es häufig zu Überbelegungen. Das Krankenhaus wird auf privater Basis betrieben. Um die Kosten gering zu halten, werden die Patienten von ihren Angehörigen versorgt. Eine Malariabehandlung inkl. aller notwendigen Tests und Tabletten für mehrere Tage kostet z.B. umgerechnet etwa 7 EUR.

Seit Anfang 2016 steht das Krankenhaus unter einer neuen Leitung. Chefarzt ist jetzt Dr. Francis Busiku (vierter von rechts auf dem nachfolgenden Bild, auch ein ehemaliges Waisenkind). Er hat sein 6 Jähriges Medizinstudium an der International University in Kampala absolviert.

 

Dr. Busiku hat große Pläne für die Weiterentwicklung des Hospitals und seines Teams.

Derzeitiges Leistungsangebot

Das Krankenhaus hat einen Schwerpunkt in der Diagnose und Behandlung von vor Ort häufig vorkommenden Krankheitsbildern:

Malaria, Typhus, HIV/Aids, Diabetes, Hepatitis B, Parasitenbefall, Harnwegserkrankungen, Durchfallerkrankungen, Lungenentzündung, Tuberkulose etc.

Daneben spielt die Betreuung von Schwangeren eine große Rolle, angefangen vom Schwangerschaftstest über die Begleitung während der Schwangerschaft, insbesondere bei Komplikationen bis zur Geburtshilfe. Dafür steht seit Juli 2016 ein Ultraschallgerät zur Verfügung.

Die chirurgischen Leistungen reichen von kleineren Eingriffen wie dem Verschluss  von Leistenhernien  bis zu größeren Operationen wie z.B. einem Kaiserschnitt.

Daneben werden sowohl auf dem Klinikgelände wie auch außerhalb in den Dörfern diverse weitere Leistungen erbracht. Dazu zählen z.B. die Impfung von Kindern, HIV-Schutzempfehlungen, Familienplanung, allgemeine Empfehlungen zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten, Wissensvermittlung für Dorf-Hebammen etc.

Zukunftspläne 

Das Butiru Chrisco Hospital ist bereits heute besser positioniert als viele staatliche Einrichtungen. Gleichwohl möchte die neue Klinikleitung weit mehr erreichen. Als Fernziel   soll das Haus eine Art Referenzklinik für den Bereich des Mount Elgons werden: technisch gut ausgestattet und in der Lage, selbst in medizinischen Berufen , wie z.B Hebammen und Krankenschwestern auszubilden.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Zunächst einmal fehlt es - noch weit unterhalb der Schwelle von high tech – an vielerlei Gerätschaften. Wichtig wären z.B.

-          ein Herzfrequenz-Monitor (zur Kontrolle von Blutdruck, Pulsfrequenz und Sauerstoffversorgung während Operationen)

-          eine bessere Computerausstattung, um Patientendaten zu erfassen und für Behandlungen zur Verfügung zu stellen

-          ein Röntgengerät/-raum, um z.B. Knochenbrüche, Lungenentzündungen etc. untersuchen zu können

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Wesentlich sind darüber hinaus Basisdinge wie eine zuverlässige Stromversorgung, z.B. über Solar und ein ausreichend dimensionierter Generator für den Notfall.

Das alles kann nur in begrenztem Umfang von Einzelspendern geleistet werden. Von besonderer Bedeutung ist deshalb, den Zugang zu Stiftungen und Institutionen im Gesundheitswesen zu finden, die für das Butiru Chrisco Hospital ein Gesamthilfekonzept entwickeln, das dann nach und nach abgearbeitet werden kann.

Wenn Sie liebe(r) Leser(in) über Kontakte verfügen, die in diese Richtungen gehen, wäre es großartig, sich hier einzubringen.

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